Wandern

Wie man eine Wanderstrecke plant, von der Karte bis zur GPX-Datei

Eine gute Wanderstrecke wird vor dem Start geplant: wo entlang, wie viel Anstieg, welches Gelände, wie lange es dauert. Hier sind die Schritte, der Reihe nach.

Was vor dem Öffnen einer Karte zu entscheiden ist

Eine Wanderstrecke beginnt mit ein paar einfachen Entscheidungen: dem Startpunkt, der angestrebten Distanz und der Form der Strecke — eine Schleife, die zum Ausgangspunkt zurückkehrt, oder eine Durchquerung, die ein zweites Fahrzeug oder öffentliche Verkehrsmittel am Ende erfordert. Diese Bedingungen bestimmen alles Weitere: Eine 12-km-Tour mit 400 m Anstieg wird nicht wie eine 25-km-Gebirgsdurchquerung geplant.

Schleife oder Durchquerung: was sich in der Praxis ändert

Eine Schleife vereinfacht die Logistik: ein einziger Parkplatz, eine vorhersehbare Rückkehr und die Möglichkeit, unterwegs abzukürzen, falls das Wetter umschlägt oder die Gruppe müde wird. Eine Durchquerung deckt mehr Gelände ab, ohne denselben Weg zweimal zu gehen, bringt aber eine zusätzliche Bedingung mit sich — ein am Ende zurückgelassenes zweites Fahrzeug oder ein letzter Bus oder Zug, dessen Fahrplan das Ende des Tages bestimmt. Diese Entscheidung lohnt es sich zu treffen, bevor der erste Punkt gesetzt wird, nicht mittendrin.

  1. Die Route auf der Karte zeichnenSetze Wegpunkte: Start, zu erreichende Gipfel oder Orte, Ziel. Der Wandermodus des Routings bevorzugt markierte Pfade gegenüber Straßen. Das vollständige Detail dieses Schritts findest du in der Anleitung zum Erstellen einer Strecke von Grund auf.
  2. Anstieg und Profil prüfenSobald die Strecke gezeichnet ist, wirf einen Blick auf das Höhenprofil, das automatisch entsteht. Es zeigt die wahre Schwierigkeit der Tour, weit mehr als die Distanz allein — die Anleitung zum Höhenprofil erklärt, wie man es liest und steile Abschnitte vor dem Start erkennt.
  3. Das Gelände betrachtenDie Strecke kann nach dem tatsächlichen Untergrund eingefärbt werden — Erde, Schotter, Fels, Asphalt. Nützlich, um zu wissen, ob die Tour für einen Familienausflug geeignet ist oder ob gutes Schuhwerk und Stöcke ratsam sind.
  4. Das Wetter vorhersehenEine 7-Tage-Vorhersage lässt sich direkt für die Strecke und ihren höchsten Punkt einsehen, was oft wichtiger ist als das Wetter am Ausgangsort — ein Gipfel kann in Wolken gehüllt sein, während am Parkplatz die Sonne scheint.
  5. Die Strecke mit auf die Tour nehmenDie GPX-Datei wird auf einen Fahrradcomputer oder eine GPS-Uhr exportiert oder kann als PDF-Roadbook mit Karte und Profil gedruckt werden. Ein Link zum Teilen lässt sie auch direkt an deine Begleiter senden.

Wie viel Zeit einzuplanen ist

Distanz und Anstieg zusammen erlauben eine realistische Dauerschätzung je nach Aktivität — Gehen und Trailrunning kommen auf demselben Gelände nicht im gleichen Tempo voran. Die Anleitung zu dieser Schätzung erklärt, wie man sie an das eigene Profil anpasst. Diese Schätzung dient vor allem dazu, eine realistische Startzeit mit Sicherheitsmarge festzulegen, damit man den Abstieg nicht im Dunkeln beendet.

Braucht es ein dediziertes GPS, oder reicht das Smartphone?

Für eine erste Wanderung reicht ein Smartphone vollkommen aus: Die GPX-Datei öffnet sich in den meisten mobilen Wander-Apps, und die Echtzeit-Positionsbestimmung funktioniert direkt aus einem Browser. Ein dediziertes GPS-Gerät oder eine GPS-Uhr lohnt sich vor allem wegen der Akkulaufzeit bei einem langen Tag oder der besseren Bildschirmlesbarkeit bei praller Sonne — nicht für die Planung der Strecke selbst, die vorab auf einem größeren Bildschirm erfolgt.

Der oft übersehene Schritt: die Position vor Ort prüfen

Eine im Voraus geplante Strecke bleibt eine Vorhersage. Vor Ort erlaubt die Echtzeit-Positionsbestimmung, sich auf der geladenen Strecke zu orientieren und zu bestätigen, dass man noch auf dem richtigen Weg ist — besonders nützlich bei Nebel oder in dichtem Wald, wo visuelle Anhaltspunkte fehlen.

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